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Beliebte Geldanlageformen in 2019

Sicherheit rückt bei deutschen Anlegern jetzt noch stärker in den Fokus der Sparer. Bekannte Klassiker wie die Lebensversicherung erleben daher ein Comeback, wie eine Studie zeigt.

(verpd) Das Sicherheitsbedürfnis spielt in der Geldanlage nach wie vor eine wichtige Rolle. 2019 erfreuen sich Produkte wie Sparbücher, Bausparverträge und Lebensversicherungen bei den Bürgern wieder größerer Beliebtheit, wie eine Umfrage belegt.

Mittlerweile gewinnt der Faktor Sicherheit wieder mehr Bedeutung. Hintergrund ist die steigende politische Unsicherheit. Dennoch stellen sich die Sparer bei ihren Investitionen breiter auf und nutzen vielfältige Anlageformen. Dabei ist die Bereitschaft gestiegen, ein höheres Risiko einzugehen.

Das sind die wichtigsten Ergebnisse einer repräsentativen Studie zum Anlageverhalten der Bürger hierzulande, die ein Versicherer von der Forsa Politik- und Sozialforschung GmbH bereits zum zehnten Mal durchführen ließ. Für die Studie befragten die Sozialforscher Ende Januar über 1.000 erwachsene Bundesbürger mithilfe computergestützter Telefoninterviews. Die Befragten wurden nach einem systematischen Zufallsverfahren ausgewählt.

Sicherheitsbedürfnis steigt

Das Anlageverhalten der Deutschen orientiert sich noch stärker an den politischen Rahmenbedingungen. Rund drei von zehn Befragten gaben an, dass dieser Umstand ihre Anlage-Entscheidungen beeinflusst, im Vorjahr waren es nur etwa zwei von zehn Umfrageteilnehmern.

Zunehmenden Einfluss auf das Anlageverhalten hat auch die wirtschaftliche Lage in Deutschland, wie fast 40 Prozent der Befragten erklärten. Im Vorjahr stimmten dieser Aussage nur jeder Dritte zu.

Wie bereits in den Vorgängerstudien steigt das Sicherheitsbedürfnis in der Geldanlage: Für 57 Prozent der Befragten ist die Sicherheit das wichtigste Kriterium bei der Auswahl einer Geldanlage. 2018 waren es mit 52 Prozent noch fünf Prozentpunkte weniger. 2015 waren es nur 43 Prozent.

Sparbuch und Lebensversicherungen erleben Comeback

Entsprechend der zunehmenden Sicherheitsorientierung bei der Geldanlage steigen Investitionen in risikoarme Anlageformen wie Sparbücher, Bausparverträge und Lebensversicherungen wieder an, während 2018 noch eine gegenläufige Entwicklung zu beobachten war.

Das klassische Sparbuch erfreut sich wieder steigender Beliebtheit: Fast jeder Zweite legt nach eigenen Angaben so sein Geld an, letztes Jahr war es noch etwas mehr als jeder Dritte. Ähnlich ist es bei Bausparverträgen: 2018 investierte etwas mehr als jeder vierte Umfrageteilnehmer in diese Vermögensvorsorge, 2019 ist es bereits jeder dritte. Starke Zuwächse verzeichnen auch Immobilien als Investitionslösung. Mehr als ein Drittel gab an, damit Geld anzulegen, 2018 waren es nur ein Viertel der Befragten.

Auch die Lebensversicherung steigt wieder in der Gunst der Anleger: Diese Form präferieren laut Umfrage fast ein Drittel der Befragten, im Vorjahr war es nur ein Viertel.

Geldanlage im Aufwind

Insgesamt, so die Studie, steigt die Bereitschaft zur Geldanlage bei den Deutschen wieder: Nur ein Sechstel aller Befragten gab an, derzeit gar nicht zu investieren. Im Vorjahr lag dieser Wert noch bei einem Fünftel, und damit deutlich höher. Die Risikobereitschaft der Bundesbürger ist unverändert niedrig: Weniger als drei von zehn Befragten wären bereit, bei der Geldanlage zugunsten einer höheren Rendite auch ein höheres Risiko einzugehen, letztes Jahr war es noch jeder vierte Umfrageteilnehmer.

Prinzipiell ist es für jeden Einzelnen wichtig zu wissen, wie seine finanzielle Situation ist und inwieweit er zum Beispiel im Alter, aber auch bei Krisensituationen wie einer eintretenden längeren Krankheit oder gar dauerhaften Pflegebedürftigkeit aufgestellt ist. Zudem sollte man wissen, inwieweit man mit seinem bisherigen Sparverhalten die eventuell angesteuerten Sparziele – vom Kauf einer Immobilie, der finanziellen Absicherung der Ausbildung des Kindes bis hin zur Bezahlung einer geplanten größeren Urlaubsreise – verwirklichen kann.

Ein Versicherungsexperte kann entsprechende Übersichtshilfen und Berechnungen bereitstellen. Je nach Sparziel und persönlicher Vorsorgestrategie bietet die Versicherungswirtschaft zudem entsprechende Anlage- und Absicherungslösungen wie zum Beispiel auch eine Baufinanzierung an. Selbst wer glaubt, keinen finanziellen Spielraum für eine Vorsorge zu haben, sollte einen Experten zurate ziehen, denn manche Vorsorgemöglichkeiten – beispielsweise mithilfe einer staatlichen Förderung – erschließen sich erst nach einer gründlichen Analyse.



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