Die Kriege erhielten in den vergangenen Tagen positive Signale: Erstmals stellte sich US-Präsident Donald Trump hinter die Ukraine und stellte in Aussicht, dass diese ihre ursprünglichen Grenzen wieder herstellen könnte und dazu sogar russisches Territorium angreifen dürfe. Die westliche Welt freut sich über diesen Sinneswandel.
Im Gazastreifen gelang es Donald Trump, so ziemlich alle umliegenden arabischen Länder für einen 20-Punkteplan zu gewinnen. Erstmals ist die Hamas isoliert. Auch dies wird von der westlichen Welt mit Freude wahrgenommen. Da ist es nun aus Sicht der Finanzwelt Nebensache, ob die Hamas durch einen Verhandlungsfrieden aufgelöst, oder aber durch die Fortsetzung des Krieges vernichtet werden. Wichtig ist, dass sich die beteiligten Länder auf einen kleinsten gemeinsamen Nenner einigen konnten - wenngleich weder die Hamas noch die Palästinenser bislang berücksichtigt wurden.
Auch beim Thema Zölle gibt es weißen Rauch aus dem Weißen Haus. Die Pharmaindustrie, die nun von der Trump-Administration mit 100%igen Strafzöllen ins Visier genommen wurde, könnte über eine Vielzahl von Ausnahmeregelungen mit dem Schrecken davon kommen. So wird Pfizer seine Medikamente in den USA künftig auch über eine Online-Plattform namens TrumpRx zum jeweils günstigsten auf den westlichen Weltmärkten angebotenen Preis anbieten. Es wird nun erwartet, dass alle anderen Pharma-Konzerne ebenfalls einen entsprechenden Deal abschließen, in dessen Gegenzug auf die Strafzölle in Höhe von 100% verzichtet wird.
Wir haben hier also ein weiteres Mal gesehen, dass die US-Zollsuppe nicht so heiß gegessen wird, wie sie gekocht wird.
Sowohl der Krieg als auch die Strafzölle haben für die Finanzwelt an Schrecken verloren.
Bleibt die Inflation. In der EU sprang die Inflation diese Woche erstmals seit Juni wieder über 2%. Die jüngste Auktion von 10 Jahre laufenden Bundesanleihen ergab einen Zins von 2,72%, deutlich höher als die 2,2% von Anfang September. Eine Zinssenkung beim nächsten Treffen der EZB am 29. Oktober ist damit sehr unwahrscheinlich geworden. Am Finanzmarkt erwartet man zu 98,2% keine weiteren Zinsschritte der EZB bis Jahresende.
In den USA ist die Entwicklung ungleich dramatischer: Nach 2,3% Inflation im April stieg die Inflation auf 2,9% im August an, für September wird ein Wert von 3,0% erwartet. Die US-Wirtschaft brummt, ganz im Gegensatz zur europäischen, und aus Konjunktursicht sind eher Zinserhöhungen vonnöten.
Doch die US-Notenbank Fed hat ein doppeltes Mandat: Während die EZB ausschließlich das Ziel der Preisstabilität (gemessen an der Inflation) zu verfolgen hat, muss die Fed zeitgleich auch noch das Ziel der Vollbeschäftigung verfolgen. Derzeit sind diese beiden Ziele gegenläufig: Am Arbeitsmarkt zeigen sich erste Risse und die Fed muss "unterstützend" eingreifen, also den Leitzins senken, damit mehr investiert und eingestellt wird.
Die Fed macht derzeit also einen Spagat und beobachtet daher peinlich genau die Entwicklung am Arbeitsmarkt sowie die Inflation. Am Finanzmarkt geht man derzeit davon aus, dass der US-Leitzins am 29. Oktober von 4 auf 3,75%, und am 10. Dezember auf 3,5% gesenkt wird (jeweils Zinsspanne, also 3,5-3,75%). Zwei weiteres Zinssenkungen, obwohl der Inflationsdruck in den USA kräftig zunimmt.
Da muss der Arbeitsmarkt schon wirklich gefährliche Signale aussenden, um diesen Kurs der Fed zu rechtfertigen. Nur blöd, dass durch den Shutdown in den USA die Beamten, die die Zahlen für den Arbeitsmarkt zusammenstellen, derzeit in den unbezahlten Zwangsurlaub geschickt wurden. Fed-Chef Jay Powell erhält in diesen Tagen also keine Konjunkturdaten, um seine anstehenden Entscheidungen vorzubereiten.
Bis zur nächsten Fed-Sitzung ist ja noch Zeit. Doch es beschleicht mich das Gefühl, dass die Trump-Administration derzeit gar kein Interesse an einer zügigen Einigung mit den Demokraten auf einen Haushalt hat. Der Shutdown kommt ihnen, wenn man Trumps Mitteilungen glaubt, gelegen, weil damit die Anzahl der Beschäftigen im Öffentlichen Dienst nachhaltig reduziert wird.
Ich habe diese Argumentation nicht verstanden und habe mich daher schlau gemacht: Tatsächlich kehren alle Beschäftigten nach einer Einigung zurück an ihren Arbeitsplatz und sie erhalten nachträglich alle ausstehenden Gehälter. Für viele ist es kein Problem, ein paar Wochen ohne Gehalt zu überbrücken.
Doch gerade unter den jüngeren Angestellten gibt es viele, die noch keinen finanziellen Puffer für solche Zeiten haben. Hinzu kommt die US-Mentalität, ohnehin viel auf Pump zu konsumieren. Viele Angestellte geraten also ziemlich schnell in finanzielle Schwierigkeiten, wenn sich die monatliche Gehaltszahlung verzögert. Wenn der Staat als unzuverlässiger Arbeitgeber wahrgenommen wird, erhöht sich die Fluktuation. Junge Angestellte nehmen Angebote von anderen Arbeitgebern an, weil diese als zuverlässiger wahrgenommen werden.
Eine erhöhte Fluktuation erleichtert es der Trump-Administration, offene Stellen zu streichen. Die Neubesetzung einer Stelle kann leichter verhindert werden als das Streichen einer Stelle, die besetzt ist.
Außerdem kenne ich aus meiner Zeit in den USA den Spruch: Wer zwei Wochen Urlaub macht und bei seiner Rückkehr feststellt, dass seine Firma noch läuft, dessen Stelle ist überflüssig. Mit dieser Einstellung wird die Trump-Administration argumentieren, dass es viele öffentliche Funktionen gar nicht braucht, wie man in der Zeit des Shutdowns dann sehen kann.
Konjunkturell betrachtet haben Shutdowns in den USA keine besondere Auswirkung. Der Konsum, der aktuell aufgrund der ausbleibenden Gehaltschecks nicht stattfindet, wird im Anschluss ausgeglichen. Die Konsumausgaben werden also lediglich um ein paar Wochen verschoben. Wesentlich gravierender wirken die ausbleibenden Konjunkturdaten auf die Finanzmärkte, wie beispielsweise die heute ausbleibenden Arbeitsmarktdaten. Sie wissen ja, an der Börse hasst man nichts mehr als Ungewissheit.
Während also in den USA eine Ungewissheit nach der anderen aufzieht (Zölle, Unabhängigkeit der Fed, Shutdown) läuft Europa zwar wirtschaftlich schwach, aber zumindest ohne große Turbulenzen. So ist die gute Performance des DAX zu erklären: Seit Jahresbeginn +22,6%, obwohl der Euro stark zulegte und es der exportorientierten Wirtschaft somit erschwerte, global erfolgreich zu sein. Der S&P 500 stieg seit Jahresbeginn nur um 13,7% an, während der US-Dollar gegenüber dem Euro gleichzeitig 12,7% an Wert verlor. Für uns Europäer haben die US-Aktien also unterm Strich lediglich 1% zugelegt (13,7% Kursplus abzgl. 12,7% Währungsverlust), während DAX-Aktien 22,6% zulegten.
Oder anders ausgedrückt, der wirtschaftliche Zuwachs in den USA fand in den vergangenen Monaten einzig aufgrund des Währungsverlustes statt und ist Ausdruck des billigen US-Dollars.
Wie kann man auf diese Entwicklung reagieren? Nun, nehmen wir doch mal das Orakel von Omaha als Richtschnur. Warren Buffet investiert in japanische Rohstoffhändler. Was bedeutet das?
Warren Buffet setzt mit japanischen Aktien auf Dollarschwäche und globale Konjunkturerholung
Nachdem ich im Heibel-Ticker der vergangenen Woche das Schiller-KGV als unbrauchbar abgetan habe, erhielt ich Rückfragen von Mitgliedern, warum Warren Buffet sich so stark auf diesen Wertmaßstab verlasse. Ich habe mir die Situation daher nochmals eingehend angeschaut.
Das Schiller-KGV misst den Gewinn der vergangenen 10 Jahre und ist damit ein sehr träger Indikator. Wenn das Schiller-KGV historisch hoch ist, kann es noch ein bis zwei Jahre dauern, bis die Aktienmärkte einbrechen ... , oder aber die Unternehmensgewinne überproportional steigen. Wenn man ein Portfolio mit gigantischen Summen bewegt, muss man sich sehr langfristige Gedanken machen und kann nicht auf den Erfolg einzelner Unternehmen setzen, sondern muss große Trends erkennen. Daher ist das Schiller-KGV tatsächlich sinnvoll für die Entscheidungen von Buffet: Er richtet sein Portfolio damit sehr frühzeitig für anstehende Änderungen aus.
Doch für uns Privatanleger gelten die Einschränkungen nicht, die Warren Buffet zu berücksichtigen hat. Wir bewegen keine Milliarden, ich gehe davon aus, dass die wenigsten von Ihnen Millionen bewegen. Die Aktien, die wir kaufen und verkaufen, spüren unsere individuellen Entscheidungen kaum. Wir sind in der Lage, binnen weniger Tage, wenn's sein muss Stunden, unser Portfolio komplett umzugestalten.
Bis das Schiller-KGV also mal korrigiert wird, sei es durch einen Aktienmarktcrash, oder sei es auch durch stark wachsende Unternehmensgewinne, können wir noch reichlich von der Kursperformance einzelner Aktien profitieren. Und wenn die Märkte mal kippen, können wir noch immer aussteigen. Daher ist die Aussagekraft des Schiller-KGVs für uns Privatanleger überschaubar.
Wesentlich interessanter ist es hingegen wenn wir uns anschauen, wie genau Warren Buffet sich nun positioniert. Auch er geht nicht in "Cash", sondern sucht attraktive Aktien anderswo als in den USA. Diese Tage wurde berichtet, Buffet habe die Genehmigung eingeholt, sich mit jeweils über 10% an fünf japanische Rohstoffhändler zu beteiligen: Mitsubishi, Mitsui, Itochu, Marubeni und Sumitomo. Ich habe ein wenig nachgedacht, was sein Kalkül hinter dieser Entscheidung ist.
Buffet offenbart mit dieser Entscheidung gleich mehrere Erwartungen: Er geht von steigenden Rohstoffpreisen aus, von einem weiterhin schwachen US-Dollar sowie von einem globalen Konjunkturaufschwung, der nicht durch die USA, sondern durch andere Länder getragen wird. Gehen wir die Überlegungen mal im Einzelnen durch.
Weltweit werden Rohstoffe (Öl, Metalle, Mineralien etc.) typischerweise in US-Dollar gehandelt. Wenn der Dollar gegenüber anderen Währungen abwertet, dann können Käufer mit z.B. Euro, Yen oder Renminbi mehr Rohstoffe für ihre Währungseinheit erwerben. Dadurch wird die Nachfrage angekurbelt. In US-Dollar ausgedrückt steigt der Preis der Rohstoffe, weil die relative Kaufkraft des Dollars sinkt. Man spricht oft vom inversen Verhältnis zwischen Dollarstärke und Rohstoffpreisen.
Rohstoffhändler, etwa in Japan, profitieren in dieser Umgebung, weil sie zwischen Ein- und Verkaufspreis spielen. Ihre Beschaffungskosten sind häufig in US-Dollar festgeschrieben und gelten für längere Vertragslaufzeiten. Wenn nun der Marktpreis steigt, öffnen sich größere Margen für die Händler. Meist haben diese Unternehmen globale Einkaufs- und Verkaufsnetzwerke, sie profitieren also von internationalen Preisverschiebungen.
Für Warren Buffett bedeutet dieser Schritt eine Diversifikation weg vom US-Dollar. Er verschiebt Kapital in Unternehmen, die in globale Rohstoffketten eingebunden und weniger anfällig für US-inländische Schwäche sind. In seiner früheren Japan-Strategie hat er ähnliche Argumente benutzt: durch den Einbezug japanischer Handelshäuser eine Absicherung gegen mögliche Dollar-Schwäche.
Ein schwacher Dollar erzeugt oft Inflation auf globaler Rohstoffbasis: Höhere Energiekosten, höhere Rohstoffpreise, etc. Das führt zu weiteren Preiserhöhungen und damit auch stärkeren Ergebnissen für Firmen, die im Rohstoffhandel sitzen.
Buffett setzt darauf, dass die Kombination aus einer Dollarabwertung, einer globalen Nachfrage nach Rohstoffen und seiner Positionierung in etablierten Handelsfirmen einen Multiplikator erzeugt, von dem die Händler überproportional profitieren.
Diese Positionierung spiegelt nach meiner Einschätzung folgende Annahmen und Erwartungen Buffets wider:
Er lenkt Kapital nicht primär auf klassische US-Wachstumswerte, sondern in Rohstoffwerte und Händler, die von globaler Dynamik profitieren. Daraus können wir ablesen, dass er keine starke US-Wirtschaft erwartet. Der schwacher Dollar ist die Folge der erwarteten monetären Lockerung (= Leitzinssenkungen), was wiederum ein gewisses Wachstumsrisiko oder eine konjunkturelle Abkühlung anzeigt, obwohl die aktuellen Wachstumszahlen dies noch nicht vermuten lassen.
Damit seine Wette auf Rohstoffpreise aufgehen kann, braucht es Nachfrage von außen. Er setzt darauf, dass China, Schwellenländer und Industriestaaten mehr Rohstoffe benötigen. Buffett scheint hier eher auf eine globale Erholung außerhalb der USA zu setzen.
Er erwartet, dass hohe Inflationsraten und Preissteigerungen bei Rohstoffen über die nächsten Zeiträume anhalten oder zumindest nicht abgegeben werden. Buffett setzt mit dem Einstieg in japanische Rohstoffhändler eine Strategie gegen den US-Dollar und für eine (teils globale) Rohstoffhausse um.
Wochenperformance der wichtigsten Indizes
| INDIZES | 3.10., 18:29 Uhr | Woche Δ | Σ '25 Δ |
| DAX | 24.379 | 2,7% | 22,5% |
| S&P 500 | 6.749 | 2,0% | 14,3% |
| Nikkei | 45.770 | 0,9% | 14,7% |
| Shanghai A | 4.641 | 2,0% | 17,9% |
| Euro/US-Dollar | 1,17 | 0,4% | 12,7% |
| Euro/Yen | 173,14 | -1,0% | 6,4% |
| 10-Jahres-US-Anleihe | 4,11% | -0,08 | -0,40 |
| Umlaufrendite Dt | 2,61% | -0,04 | 0,30 |
| Feinunze Gold | $3.882 | 2,7% | 48,4% |
| Fass Brent Öl | $64,79 | -8,2% | -13,0% |
| Kupfer | $10.491 | 2,3% | 17,7% |
| Baltic Dry Shipping | $1.909 | -15,8% | 91,5% |
| Bitcoin | $123.830 | 13,3% | 32,1% |
Immer wieder werde ich auf Währungsabsicherungen angesprochen, die wir deutschen Privatanleger doch bräuchten, um unsere Performance zu verbessern. Immer wieder antworte ich darauf, dass solche Absicherungen für uns überflüssig sind, weil solche "Absicherungen" Geld kosten und für uns eher als Spekulation einzustufen sind, nicht jedoch als Absicherung.
Schauen wir uns das Ganze mal am Beispiel der Goldpreisentwicklung an:

Abbildung 1: Goldpreisentwicklung in Euro (weiß) und US-Dollar (blau)
Der Goldpreis steigt um so stärker, wie wir oben gesehen haben, wenn der US-Dollar Schwäche zeigt. Und so ist der US-Dollarpreis für das Gold um genau die Wechselkursentwicklung zwischen US-Dollar und Euro stärker angestiegen als der Europreis für das Gold.
Wer nun nach einer Währungsabsicherung "für das Gold" ruft, dreht sich argumentativ im Kreis. Auf der einen Seite ist ja ein schwacher US-Dollar ein Teil der Ursache für den steigenden Goldpreis. Doch wir können obigem Chart entnehmen, dass der Goldpreis auch in Euro kräftig angestiegen ist. Es muss also neben dem schwachen US-Dollar noch weitere Gründe für die Goldpreisrallye geben: Krieg, ausufernde Staatsverschuldung, fragwürdige Unabhängigkeit der Notenbanken, ...
Mit den Goldbarren in unserem Portfolio sichern wir uns gegen diese Dinge ab: Gegen Krieg, ausufernde Staatsschulden und die bedrohte Unabhängigkeit der Notenbanken. Die Schwäche im US-Dollar hat damit jedoch nichts zu tun.
Die Schwäche im US-Dollar beruht auf den Turbulenzen in der US-Politik, den Strafzöllen und der drohenden Belastung für die US-Wirtschaft. Der Goldpreis hängt also stets an mehreren verschiedenen Faktoren, wovon nur einige direkt uns Europäer betreffen.
Wenn ich nun danach rufe, das Wechselkurs-"Risiko" für den Goldpreis abzusichern, dann ist das aus Sicht eines Europäers keine zusätzliche Absicherung, sondern vielmehr eine Spekulation auf einen schwachen US-Dollar. Was, wenn die EU plötzlich unter einem Rechtsruck auseinanderzudriften droht und der Euro einbricht? Wir würden dann in Euro betrachtet einen überproportional steigenden Goldpreis sehen, unsere "Währungsabsicherung" würde diesen überproportionalen Zuwachs jedoch wieder zunichte machen: Das Gold hätte für uns seine Absicherungsfunktion verloren.
Wenn wir tatsächlich einen anhaltend schwachen US-Dollar erwarten, dann sollten wir unser Engagement in US-Aktien reduzieren. So einfach kann man sich als Privatanleger gegen einen schwachen US-Dollar absichern - völlig kostenfrei.
Also, kurz gesagt: Währungsabsicherungen sind teuer und für Privatanleger unsinnig.
Zurück zu Warren Buffet: Er wird die fünf japanischen Rohstoffhändler als "Währungsabsicherung" betrachten. Denn Warren Buffet kann nicht mal eben schnell seine US-Aktien verkaufen. Wenn Buffet sein Engagement in einem Unternehmen nennenswert reduziert, bewegt er allein durch seine Entscheidung bereits den Kurs. Er würde den Effekt eines schwachen US-Dollars quasi vorwegnehmen und müsste in durch ihn verursachte fallende Kurse hinein verkaufen.
Offensichtlich findet er auch eine Währungsabsicherung über Optionen nicht attraktiv. Vielmehr suchte er sich eine kostenfreie Absicherung über die weiter oben beschriebenen Zusammenhänge. Diese Absicherung ist nicht nur kostenfrei, sondern er zieht mit seiner Entscheidung auch noch das Interesse anderer Anleger auf diese Aktien, die sich damit beschäftigen, ob sie ebenfalls diese Aktien in ihr Depot holen möchten.
Na - schon wieder Knoten im Kopf? Nun, diese Überlegungen bestätigen mich in meiner Überzeugung, mir lieber meine eigenen Gedanken zu machen, als den Gurus hinterherzulaufen.
Disclaimer: Der Wochenrückblick wurde von Stephan Heibel verfasst, Herausgeber des Heibel-Ticker Börsenbriefes, den Sie unter www.heibel-ticker.de kostenfrei und unverbindlich beziehen können.
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