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Erneut hohe Rücklagen bei gesetzlicher Rentenversicherung

Warum im vergangenen Jahr bei der Deutschen Rentenversicherung Bund Milliarden Euro an zusätzlichen Einnahmen in die Kassen gespült wurden und wie es mit den Reserven weitergeht, hat der Versicherungsträger der gesetzlichen Rentenversicherung kürzlich erläutert.

(verpd) Nach jüngsten Angaben der Deutschen Rentenversicherung betrug die Nachhaltigkeitsrücklage letztes Jahr über 38 Milliarden Euro. Das waren fast fünf Milliarden Euro mehr als zum Jahresende 2017. Dennoch können die künftigen Rentenbezieher nicht damit rechnen, dass sich das Rentenniveau verbessern wird.

Nach Angaben der Deutschen Rentenversicherung Bund (DRV) wuchsen in 2018 die Einnahmen aus Erwerbstätigkeit um 4,5 Prozent auf rund 212 Milliarden Euro. Die Nachhaltigkeitsrücklage stieg dadurch auf den Rekordwert von 38,2 Milliarden Euro beziehungsweise 1,79 Monatsausgaben. Ende 2017 hatten diese Rücklagen noch bei 33,4 Milliarden Euro gelegen, was damals 1,61 Monatsausgaben entsprach.

Keine Anhebung des Rentenniveaus zu erwarten

Die Präsidentin des DRV, Gundula Roßbach, erklärt zur Finanzlage: „Die positive Entwicklung bei den Beitragseinnahmen ist darauf zurückzuführen, dass die Löhne deutlich gestiegen sind und gleichzeitig die Beschäftigung kontinuierlich zugenommen hat.“ Wer jedoch damit rechnet, dass durch die positive finanzielle Entwicklung im letzten Jahr die künftigen Rentenbezieher mit einem besseren Rentenniveau als die bisherigen Rentner rechnen können, der irrt sich.

Denn laut DRV werde die Nachhaltigkeitsrücklage in den kommenden Jahren planmäßig abgebaut. „Ziel der Nachhaltigkeitsrücklage ist es, den Beitragssatz stabil zu halten.“ Bis zum Jahr 2023 könne der Beitragssatz bei 18,6 Prozent stabil gehalten werden. Nach dem von der Bundesregierung beschlossenen Rentenpaket, das zum Jahresanfang 2019 in Kraft trat, gibt es zwei Haltelinien: Zum einen darf der Beitragssatz bis 2025 nicht über 25 Prozent steigen und zum anderen das Rentenniveau nicht unter 48 Prozent absinken.

Experten gehen davon aus, dass nach 2025 das Rentenniveau von 48 Prozent weiter sinken wird. Nicht zuletzt da die sogenannte Babyboomer-Generation und damit besonders viele Menschen das Rentenalter erreichen und eine gesetzliche Rente beanspruchen. Doch schon heute lässt sich alleine mit der gesetzlichen Altersrente – das aktuelle Rentenniveau liegt bereits derzeit bei rund 48 Prozent – der bisherige Lebensstandard meist nicht halten. Umso wichtiger ist es für alle, die im erwerbstätigen Alter sind, entsprechend privat vorzusorgen.



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