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Katastrophenschäden in Milliardenhöhe

Wie hoch letztes Jahr die Schäden waren, die weltweit durch Natur- und von Menschen verursachte Katastrophen entstanden sind, zeigt eine vor Kurzem veröffentlichte Studie.

(verpd) In 2019 richteten Natur- und von Menschen verursachte Katastrophen global wirtschaftliche Schäden von rund 146 Milliarden US-Dollar an. Zudem starben weltweit fast 11.500 Menschen bei diesen Katastrophen. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie eines global tätigen Rückversicherers.

Durch Natur- und sogenannte „Man made“-Katastrophen, also von Menschen verschuldete Desaster wie Flugzeugabstürze, entstand 2019 weltweit ein gesamtwirtschaftlicher Schaden in Höhe von 146 Milliarden US-Dollar. Zudem starben deswegen fast 11.500 Menschen. Ein Großteil, nämlich fast 94 Prozent der wirtschaftlichen Schäden, entfiel letztes Jahr auf Schäden durch Naturkatastrophen. Zu diesem Ergebnis kommt die „Sigma“-Studie eines Instituts des Rückversicherers Swiss Re.

In 2018 war die Schadenslast durch Natur- und „Man made“-Katastrophen mit 176 Milliarden US-Dollar deutlich höher als in 2019. Auch im Vergleich zum Schadendurchschnitt der letzten zehn Jahre, der 212 Milliarden US-Dollar beträgt, lag das Schadenvolumen in 2019 darunter. Ein Grund dafür, dass 2019 zu den weniger schadenbelasteten Jahren der jüngeren Vergangenheit zählt, liegt laut Studienautoren vor allem am Ausbleiben großer und schadenträchtiger Hurrikans in den USA.

Der Klimawandel ist eine hohe Bedrohung

Insgesamt entfielen letztes Jahr im Detail weltweit Schäden in Höhe von 137 Milliarden US-Dollar auf Naturkatastrophen wie Überschwemmungen zum Beispiel durch Starkregen, Stürme wie Hurrikans, Erdbeben, Hagel sowie Vulkanausbrüche, aber auch Waldbrände. Schäden von rund neun Milliarden US-Dollar wurden durch „Man made“-Katastrophen verursacht.

Schon heute sind die Folgen des Klimawandels beispielsweise „in Form von ansteigenden Meeresspiegeln, längeren und häufigeren Hitzewellen und unkontrollierten Regenfällen“ nach Angaben der Studienautoren offensichtlich. So werden „extreme Wetterereignisse aufgrund der höheren Temperaturen immer wahrscheinlicher“, wie der Studie zu entnehmen ist. „Die Schäden entstehen vor allem durch sekundäre Naturgefahren, wie die letzten drei Jahre gezeigt haben“, so die Swiss Re.

Die Rückversicherungs-Experten führen weiter aus: „Insbesondere im Jahr 2019 richteten die heftigen Regenfälle und Überschwemmungen durch Taifun Hagibis, das von Sturmfluten verursachte Hochwasser durch Zyklon Idai in Mosambik, die Monsunregenfälle in Südostasien sowie weitere Wetterereignisse verheerende wirtschaftliche und humanitäre Schäden an. In Ostaustralien führte die Rekordhitze zu anhaltenden Buschfeuern, die Millionen Hektar Land verbrannten – es war die längste Brandsaison in der Geschichte des Landes.“

Versicherungsschutz gegen Naturkatastrophen

Allein in Deutschland sind 2019 durch Stürme, Hagel, Starkregen, Überschwemmungen und andere Naturgewalten versicherte Schäden an Häusern, Hausrat, Kraftfahrzeugen und bei Firmen in Höhe von 3,2 Milliarden Euro entstanden. So der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) nach einer vorläufigen Datenauswertung. Dies zeigt, wie wichtig es ist, gegen Schäden durch Naturkatastrophen versichert zu sein. Denn der passende Versicherungsschutz bewahrt einen vor den möglichen hohen finanziellen Schäden durch Unwetter und andere Naturkatastrophen.

Unwetterschäden durch Hagel, Blitz, Sturm und Überschwemmungen am Auto lassen sich beispielsweise durch eine Teilkaskoversicherung absichern. Hausbesitzer, die gegen Schäden an der Immobilie durch Brand, Blitzeinschlag, Sturm und Hagel abgesichert sein möchten, benötigen eine Gebäudeversicherung. Die gleichen Risiken sind zur Absicherung des Hausrates in einer Hausrat-Police oder zum Schutz des Firmeninventars in einer Geschäftsinhalts-Versicherung versichert.

Während Brand, Sturm- und Hagelschäden üblicherweise in einer Gebäude-, Hausrat- oder auch Geschäftsinhalts-Police versichert sind, sind mögliche Naturkatastrophen wie Überschwemmung, Schneelast, Lawinen, Erdrutsche oder Erdbeben häufig nicht abgedeckt. Doch auch die meisten dieser Gefahren lassen sich gegen einen kleinen Aufschlag in einer der genannten Sachversicherungs-Policen im Rahmen einer Elementarschaden-Versicherung mitversichern. Ein Versicherungsexperte hilft, die individuell notwendigen Absicherungen zu finden.



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